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Feuerwehr-Frust wegen vieler Fehlalarme PDF Drucken
Mittwoch, den 31. Oktober 2012 um 08:09 Uhr

 

Der Privatmann hat einen Rauchmelder, der ihn warnt. Große Firmen und Einrichtungen haben Brandmeldeanlagen, die sofort die Feuerwehr alarmieren. Die freiwilligen Helfer in Wittlich rückten deshalb schon 27-mal aus, um festzustellen: Fehlalarm! 2012 ist damit bereits in dieser Hinsicht ein Rekordjahr. Das ist ärgerlich für die Feuerwehr.

 

Wittlich. 121 Einsätze hatte die Freiwillige Feuerwehr Wittlich von Januar bis Oktober. 27 davon waren auf einen Fehlalarm durch eine Brandmeldeanlage zurückzuführen: Das sind schon jetzt mehr als im ganzen Jahr 2011 mit 25 solcher Fälle. 2010 waren es 20, 2009: 23, 2008: 20.

Dass es ein Fehlalarm ist, weiß vorher keiner. Deshalb gilt: Wenn der Rauchmelder in einer zentralen Einrichtung oder einer großen Firma anschlägt, müssen die Freiwilligen raus. Nachts raus aus den Federn, tagsüber raus aus der Arbeitsstelle, in der Freizeit raus aus dem Vergnügen und rein in den Löschzug. "Das sind dann in der Regel 22, 23 Mann plus Rettungsdienst, Polizei", sagt Wehrleiter Christian Vollmer.

In der Stadt Wittlich gibt es etwa 30 Gebäude mit diesen speziellen Anlagen. Mit diesem System sind etwa Oetker, Hela, Ideal Standard, Franklin Electric, Bungert, Maria Grünewald, Krankenhaus, Stadtbücherei, die Seniorenheime Haus Mozart und St. Wendelinus für einen schnellen Feuerwehreinsatz im Notfall gewappnet. Oder auch das sogenannte Kittchen, die Justizvollzugsanstalt. Dorthin führte der bislang letzte Fehlalarm am Montag. Eine Anlage im Keller eines unbewohnten Altbaus hat angeschlagen. Selbst wenn ganz schnell eine Rückmeldung kommt, dass ein technischer Defekt oder ein menschlicher Fehler den Alarm ausgelöst hat, und es eben nicht brennt, muss die Feuerwehr raus, auch wenn der Löschzug umdrehen kann. "Wir müssen dann die Anlage zurückstellen", sagt Christian Vollmer. Seitens der Feuerwehr und der Stadtverwaltung gebe es kaum Möglichkeiten, etwas gegen die häufigen Fehlalarme zu tun. Die Einsätze würden zwar in Rechnung gestellt, die Kosten bewegten sich jedoch im untersten dreistelligen Bereich.

Bericht des Trierischen Volksfreundes vom 30.10.2012